Der Brotjacklriegel im Laufe der Zeit

Geschichte und Geschichten

 

Der Brotjacklriegel hat eine Höhe von 1.011 m  (1.010,6 m)

Seit 1823 stand auf dem Gipfel ein Holzgerüst, das der Landmessung diente.

Dieser Vermessungsturm ist seit 1839 nicht mehr vorhanden, er wurde von einen Sturm Zerstört. Bis zum Jahre 1912 ist dann nichts mehr von einen Turm auf den Brotjacklriegel bekannt. In diesem Jahr 1912 erhielt dann die Waldvereinssektion Büchelstein vom Schönberger Forstamt die Erlaubnis, auf Forstgrund einen Aussichtsturm errichten zu dürfen.


Es entstand ein 20 Meter hohes Holzgerüst und in der Geschichte steht, dass man von seinem höchsten Punkt 70 Städte, Märkte und Pfarrdörfer erblicken kann.

 

 

1925 wurde dann dieser neue Turm errichtet, der schon eine verschlossene Außenwand hatte und 27 Meter Höhe maß. Der alte Turm war nämlich total verwittert und man musste ihn sperren. Die Bauzeit dauerte zwei Monate und die Waldvereinssektion Büchelstein machte damals Schulden in Höhe von 9.000 Mark.

1939 wurde neben dem bestehenden Turm ein neuer Vermessungsturm gebaut, der aber 1950 so baufällig war, dass er abgerissen werden musste.

Einen großen Bruder bekam der Aussichtsturm 1951 mit dem UKW- Sendemast  des Bayerischen Rundfunks. Auch er wurde wieder abgebaut und 1958 der über 100 Meter hohe Sendeturm erbaut.

„Breiter Jäger Riegel“ heißt der Brotjacklriegel in der Amtssprache. Der Name „Brotjacklriegel“ ist in der Mundart entstanden.

Eine Sage erzählt uns Folgendes:

Auf der höchsten Erhebung bei Büchelstein und Kerschbaum soll einmal ein Einsiedler namens „Jackl“in einer Höhle gelebt haben. Angeblich hat er in schlechten Zeiten immer Brot für die hungernde Bevölkerung gebracht. Wo auch immer er dieses Brot hernahm, war für die Bevölkerung ein Rätsel. Man sagte ihm Zauberkräfte nach.

Im Großen Schwedenkrieg veränderte sich das, plötzlich brachte er kein Brot mehr und vom „Jackl“ war nichts mehr zu sehen. Der Grund für sein Verschwinden war der, dass der „Jackel“ sich weigerte, auch den Schweden Brot zu geben.

Daraufhin mauerten sie ihn in seiner Höhle ein.

Mit Gelächter wollten die Schweden abziehen, doch der „Jackl“ sagte einen Zauberspruch und alle Schweden wurden zu Stein, die heute noch verstreut zu finden sind und auf deren Rücken dann der Aussichtsturm erbaut wurde.

Der „Jackl“ allerdings ist in seiner zugemauerten Höhle verhungert. Nie mehr konnte er daraufhin die armen Leute mit Brot versorgen.

Es heißt, dass man, wenn man auf den Brotjacklriegel steht, unbedingt an den „Jackel“ denken sollte, damit er die ewige Ruhe für seine guten Taten findet.